In Bergisch Gladbach gibt es im Hinblick auf gemeinschaftliches Wohnen bisher nur ein Projekt: Es befindet sich im Stadtteil Hand am Diepeschrather Weg. Hier haben sich Ende der 1980er Jahre 14 junge Familien zusammengetan. Grundstückssuche und Grunderwerb wurden von der Stadt unterstützt, die baurechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen. Das Projekt ist bis heute sehr erfolgreich. Die Familien leben gerne zusammen, es gibt ein hohes Maß an Gemeinschaft, das Bauen war wirtschaftlich für die jungen Familien darstellbar, und dank engagierter Architekten ist das Projekt auch nach 20 Jahren noch gelungen und vorbildlich.

Ein graues Haus mit rotem Dach. In der Mitte ein Baum. Weitere Projekte gibt es bisher leider nicht. Gemeinschaftliches Wohnen im Alter existiert als Modell in Bergisch Gladbach noch gar nicht, was eigentlich dringend erforderlich wäre, da die Stadt einen hohen Anteil älterer Bewohner Aufweist. Allerdings wird von der Stadt Bergisch Gladbach die Notwendigkeit anerkannt, neue Wohnformen zu fördern. Im Integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK) schaut die Stadt Bergisch Gladbach bis in das Jahr 2030 und stellt die veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen dar mit dem sich daraus ergebenden, zu fördernden und zu begleitenden Wandel auch der räumlichen Stadt- und Siedlungsstrukturen. Das Thema „Vielfältige Wohnqualitäten“ gehört zu den Handlungsschwerpunkten des Stadtentwicklungskonzepts und speziell die Schaffung neuer Wohnangebote und Wohnqualitäten in integrierten Lagen. Ob die Inhalte dieses Konzeptes dann auch umgesetzt werden bleibt abzuwarten.