Bis zum Jahr 2050 erhöht sich der Anteil der älteren Generation nach Einschätzung des Statistischen Bundesamtes dramatisch. Der zukünftige Wohnungsmarkt wird zunehmend von den Bedürfnissen der älteren Generation bestimmt. Aber auch junge Menschen suchen angesichts steigender Mieten neue und andere Möglichkeiten des Zusammenwohnens. Die Planung und Umsetzung von neuen Wohnformen ist wichtig und notwendig.

Zunehmende Einkommensunterschiede in unserer Gesellschaft führen auch zur sozialen Trennung in den Wohn-Vierteln. Bezahlbarer Wohnraum in einer sozialen Stadt ist eine Herausforderung. Neue Wohnformen, die Angebote für alle Einkommensgruppen miteinander verbinden, sind ein Lösungsbeitrag.
Darüber hinaus verlangen die soziale Segregation und die mangelnde Integration von Menschen mit Behinderungen alternative Lebensformen.
Die strikte Trennung zwischen Arbeitszeit und Freizeit hat sich – mit allen Vor- und Nachteilen – durch die neuen Kommunikationsmöglichkeiten bereits vielfach aufgelöst und die Trennung zwischen Erwerbstätigkeit und Ruhestand insbesondere für wissensbasierte Berufe wird sich wahrscheinlich auch auflösen. Der demographische Wandel und der zukünftige Mangel an Fachkräften wird ein Umdenken aber erforderlich machen. Neue Wohnformen, die gemeinsames Wohnen mit gemeinsamem Arbeiten verbinden, können einen Beitrag für lebenslange Aktivität und Integration in die gesellschaftlichen Prozesse darstellen.
Schließlich stellt der behutsame Umgang mit den Ressourcen unseres Planeten eine wichtige Herausforderung bei der Entwicklung und Realisierung neuer Wohnformen dar.
Das gemeinsame Wohnen und aktiv Sein von behinderten und alten Menschen mit jungen und berufstätigen Familien und Einzelpersonen ( Ziel: Inklusion) mit unterschiedlichem sozialem und wirtschaftlichen Hintergrund soll durch die Aktivitäten von „mitein-anders“ erreicht werden, indem neue Wohnangebote mit Gemeinschaftseinrichtungen für bürgerschaftliche Aktivitäten entwickelt werden.
Der Verein unterstützt die oben genannten Personengruppen, die mit diesem Anspruch in Gemeinschaft wohnen wollen. Der Verein ist nicht selber Bau- und / oder Betriebsträger von Wohnhäusern, sondern organisiert:

  • die Durchführung von Informations- und Diskussionsveranstaltungen über neue Wohnformen,
  • Foren und Workshops zum gegenseitigen Informations-, Ideen- und Erfahrungsaustausch zur Entwicklung geeigneter Wohnkonzepte,
  • die Sensibilisierung von Verantwortlichen in Politik und Verwaltung sowie Bauherren und Investoren für Wohnformen, die Inklusion für alte und behinderte Menschen ermöglichen.


Kurz: mitein-anders ist Anlaufstelle für alle, die neue Wohnkonzepte in unserer Region nutzen oder unterstützen wollen.